Yagisawa, Satoshi: Die Tage in der Buchhandlung Morisaki

Eine nette Lektüre für zwischendurch mit Witz, Charme und Tiefgang.

4/4/2025

4/5 ⭐

ISBN: 9783458643692

Seiten: 189

Klappentext:

Die 25-jährige Takako hat einen Job, eine Wohnung in Tokio und einen festen Freund. Als dieser ihr eines Abends freudig eröffnet, er werde heiraten – und zwar eine andere –, fällt sie aus allen Wolken. Vor Kummer verkriecht sie sich und kündigt ihren Job. Als ihr Onkel ihr anbietet, eine Zeitlang in seinem Antiquariat im berühmten »Bücherviertel« Tokios, Jimbōchō, auszuhelfen und dort auch unterzukommen, findet sie das zwar zunächst alles andere als reizvoll, willigt aber ein. Doch in dem kleinen Zimmer über dem Laden, inmitten von Büchern, entdeckt sie ihre Leidenschaft fürs Lesen – und schöpft allmählich wieder neue Kraft.

Themen: Japanische Kultur, Trauer, Selbstfindung, Neuanfang

Rezension:

„Die Tage in der Buchhandlung Morisaki“ erzählt von der jungen Takako, die nach einer Trennung wieder auf die Beine kommen muss.

Mit viel Witz und Charme erzählt Satoshi Yagisawa Takakos Reise. Die Charaktere sind dabei allesamt liebenswert und das Setting ist sehr authentisch beschrieben. Ich war bereits in Jimbōchō und habe mich durch das Buch wieder nach Tokio versetzt gefühlt.

Die Handlung ist nicht sonderlich spannend, aber es ist doch interessant, Takakos Entwicklung zu verfolgen. Wie sie aus ihrem Tief wieder herauskommt, Freunde findet und eine Bindung zu Familienmitgliedern aufbaut, die sie lange nicht gesehen hat.

Gerade wer Interesse an der japanischen Kultur hat, ist bei diesem Buch richtig aufgehoben. Und auch allgemein ist es eine nette Lektüre für zwischendurch oder ein kleines Mitbringsel für Buchliebhaber:innen.