Wells, Benedict: Becks letzter Sommer
Schräg, lustig, melancholisch - eine Achterbahn der Gefühle, aber in jedem Fall unterhaltsam
7/18/2025


4/5 ⭐
ISBN: 9783257066760
Seiten: 464
Klappentext:
Beck ist nicht zu beneiden. Mit der Musikerkarriere wurde es nichts, sein sicherer Job als Lehrer ödet ihn an, und sein Liebesleben ist ein Desaster. Da entdeckt er in seiner Klasse ein unglaubliches Musiktalent: Rauli Kantas aus Litauen. Als Manager des rätselhaften Jungen will er es noch mal wissen, doch er ahnt nicht, worauf er sich da einlässt ... Ein tragikomischer Roman über verpasste Chancen und alte Träume, über die Liebe, Bob Dylan und einen Road Trip nach Istanbul. Ein magischer Sommer, in dem noch einmal alles möglich scheint.
Themen: Musik, Genie/Virtuose, Roadtrip, Lebenskrisen, Abhängigkeit
Rezension:
Ich kann das Hörbuch zu „Becks letzter Sommer“ absolut empfehlen. Ich kam mir vor wie im Film, Christian Ulmen betont grandios. Ich glaube, alleine dadurch war das Buch so unterhaltsam.
Aber auch so ist Benedict Wells ein Schreibvirtuose. Er kreiert Charaktere mit Tiefgang und sein Schreibstil zieht in einen Lesesog (in dem Fall Hörsog), aus dem ich gar nicht mehr auftauchen möchte.
„Becks letzter Sommer“ ist komisch mit abstrusen Handlungen, fragwürdigen Protagonisten mit einigen moralischen Verfehlungen und doch teilweise unerwartet melancholisch. Die Erzählperspektive ist genial gewählt. Obwohl der Plot absolut überzogen und an vielen Stellen unrealistisch ist, macht der Ich-Erzähler (Ben wie Benedict Wells?), der über das Leben seines ehemaligen Lehrers Robert Beck schreibt, den Anschein als könnte die Geschichte doch tatsächlich so passiert sein.
Egal ob als physisches Buch oder Hörbuch, „Becks letzter Sommer“ ist in jedem Fall sehr unterhaltsam.
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