Unger, Lisa: Apartment 5b

Ein ständiges Rätseln, was Realität, Einbildung oder Spuk ist - sehr catchy.

11/24/2025

4/5 ⭐

ISBN: 9783404194322

Seiten: 496

Klappentext:

Die Autorin Rosie Lowan und ihr Ehemann Chad kommen in New York kaum über die Runden, als sie eine überraschende Nachricht erhalten: Chads verstorbener Onkel hat ihnen seine Luxuswohnung im historischen Windermere-Gebäude vererbt. Das junge Paar kann sein Glück kaum fassen. Doch schon kurz nach dem Umzug beschleicht Rosie ein beängstigendes Gefühl. Die vielen Kameras im Haus und die überfürsorglichen Nachbarn erscheinen ihr seltsam. Ebenso wie die Gerüchte um mysteriöse Todesfälle, die sich im Gebäude ereignet haben sollen. Als kurz darauf eine Leiche gefunden wird, weiß Rosie: Sie muss die Wahrheit über das Windermere herausfinden, bevor auch sie in tödliche Gefahr gerät ...

Themen: Spuk vs. Realität, Lügen, Geheimnisse, unzuverlässige Erzählerin

Rezension:

Ich mochte „Apartment 5b“ sehr. Immer wieder habe ich mich gefragt, was Realität und was womöglich ein Tagtraum der Protagonistin ist. Es war atmosphärisch beklemmend und dadurch fast immer spannend.

Der Euphemismus, dass sich die Paare liebten, hing mir irgendwann zum Hals heraus. Ansonsten mochte ich den Schreibstil. Lisa Unger schreibt bildlich mit dem Fokus auf dem Befinden der Erzählerinnen, sodass ich mich gut in sie hinein fühlen konnte. Es wird aus zwei Perspektiven erzählt. Rosie zieht frisch in das titelgebende Apartment ein, während Willa vor Rosie im Jahr 1963 in der Wohnung lebte. Ich mochte Willa leider überhaupt nicht, weshalb mich ihr Werdegang nicht berührt hat. Trotzdem war es interessant, wie ihre Geschichte in das Gesamtbild passte.

In Rosie konnte ich mich gut versetzen. Auch hier gab es für mich ein paar frustrierende Momente, aber letztlich habe ich mit ihr gefiebert. Besonders zum Schluss steigt die Spannung und es war faszinierend, wie sich der Kreis geschlossen hat.