Tao, Shen: The Poet Empress

Ich habe mir so sehr ein anderes Ende gewünscht, und doch war es vermutlich der bestmögliche Abschluss für alle.

6/6/2026

4,5/5 ⭐

ISBN: 9783690860062

Seiten: 496

Klappentext:

Als der grausame Thronfolger Prinz Terren nach Konkubinen sucht, sieht die Bauerntochter Yin Wei ihre Chance, ihre hungernde Familie zu retten. Doch im kaiserlichen Azaleenpalast erwartet sie ein gnadenloses Machtspiel: Dreißig Konkubinen kämpfen mit Gift und Intrigen um die Position der Kaiserin, während im Hintergrund ein heimlicher Erbfolgekrieg tobt. Als Terren ausgerechnet Wei zu seiner Gemahlin erwählt, beginnt für sie ein gefährliches Doppelspiel. Nur ein verbotener Zauber könnte sie vor Terrens Grausamkeiten und das Reich vor Krieg und Hungersnot bewahren – das Herzseelengedicht. Doch dieses wirkt nur, wenn der Anwender den Menschen, den er töten will, liebt. Und wie soll Wei einen Mann lieben lernen, der sie täglich foltert?

Themen: Macht, Geheimnisse, Lügen, Intrigen, Gewalt, Poesie

Rezension:

Vorne weg: Ich habe das Buch inhaliert und finde es absolut grandios. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die mir sauer aufstoßen. Vom Verlag wird das Buch bei Instagram als „düstere Enemies-to-Lovers-Geschichte“ vermarktet, was absolut irreführend ist. Wei und Terren verbindet nie eine romantische Liebesbeziehung, „The Poet Empress“ ist keine Romantasy. Auch eine Einstufung als Jugendbuch finde ich grenzwertig, da die Themen trotz Triggerwarnungen wirklich sehr, sehr düster und belastend sind.

Shen Tao hat mich mit „The Poet Empress“ völlig überrascht. Das Setting ist atmosphärisch beschrieben, geprägt von Intrigen, Geheimnissen und Brutalität.

Wei ist eine starke Protagonistin, die sich als Laie auf dem kaiserlichen Hof durchschlagen muss, ohne sich dabei selbst zu verlieren. In Nacherzählungen und durch Weis Recherchearbeit wird Terrens villain origin story aufgedeckt und die hat es in sich.

Das Buch ist eine Achterbahn der Gefühle, von absoluter Abscheu bis zu tiefstem Mitgefühl und Trauer war für mich alles mit dabei. Noch Tage später geistert mir das Ende im Kopf herum und wie schrecklich, zeitgleich aber auch irgendwie schön es war.

„The Poet Empress“ ist keine leichte Kost, aber es wird mir definitiv im Gedächtnis bleiben.

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