Savas, Anna: Shine Bright

Sprachlich sehr gelungen, inhaltlich hat es mich nicht ganz überzeugt.

1/27/2025

3/5 ⭐

ISBN: 9783736319271

Seiten: 512

Klappentext:

Das Leben von Lia Winslow scheint perfekt zu sein: Sie kommt aus einer angesehenen Bostoner Familie und ist die talentierteste Tänzerin der New England School of Ballet. Doch niemand ahnt, dass sie ihre wahren Träume hinter einer Fassade aus Perfektionismus verborgen hält und das Tanzen nahezu das Einzige ist, was sie noch kontrollieren kann. Das dachte sie zumindest, bis ihr am ersten Tag ihres Abschlussjahres plötzlich Phoenix gegenübersteht. Ihn als Lehrer an ihrer Ballettschule wiederzusehen, nachdem sie vor einigen Wochen eine unvergessliche Nacht miteinander verbracht haben, ist das Letzte, was sie erwartet hat! Das zwischen ihnen darf niemals ans Licht kommen und sich auf keinen Fall wiederholen, egal wie sehr Phoenix ihr unter die Haut geht - denn auch für ihn steht weit mehr auf dem Spiel als nur sein Job ...

Themen: student x teacher, forbidden love, forced proximity, hidden secrets

Rezension:

Ich mag Anna Savas Schreibstil wirklich sehr. Sie beschreibt anschaulich und macht Emotionen so nahbar, dass es leicht fällt, sich in die Handlung und die Figuren zu versetzen.

Diesmal hatte ich allerdings teilweise Schwierigkeiten, Entscheidungen der beiden Protas nachzuvollziehen. Ich habe keine Ahnung von Ballett und dem psychischen Druck, der mit diesem Sport einhergeht, weshalb ich mich nicht ganz in Lia hineindenken konnte. Gerade was ihr Verhalten ihren Freundinnen gegenüber betrifft, wenn es nicht lief, wie sie es sich erhofft hat, fand ich sehr schade. Das hat sie für mich phasenweise unsympathisch gemacht.

Die Beziehung zwischen den beiden Protas ist sehr schön, sie hören einander zu, reden über Probleme und verurteilen einander nicht. Das sind Attribute, die ich an der „New England School of Ballet“-Reihe sehr schätze. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie groß der Altersunterschied zwischen den Protas ist, aber es entsteht glücklicherweise kein Machtgefälle, wodurch es für mich an keinem Punkt unangenehm zwischen den beiden wurde.

Die Handlung ist gut aufgebaut. Es wird aus den Perspektiven von Lia und Phoenix erzählt, zwischendrin gibt es immer wieder Rückblicke aus ihrer ersten gemeinsamen Nacht. Der Plot geht zügig voran und gerät nicht ins Stocken. Es ist schön abwechslungsreich und wie auch bei den anderen Teilen hab ich mit den Charakteren gefühlt, wenn auch nicht ganz so intensiv.

„Shine bright“ war bisher für mich persönlich der „schwächste“ Teil der Reihe. Nichtsdestotrotz ist er sehr lesenswert, weil es endlich um echte, nahbare Gefühle geht und nicht um toxische Beziehungen, die sich ständig im Kreis drehen.