Santos de Lima, Gabriella: Memories So Golden Like Us

„Moments So Blue Like Our Love“ hat mir das Herz gebrochen und „Memories So Golden Like Us“ hat es erst zerschmettert und dann wieder zusammengesetzt.

3/16/2026

4/5 ⭐

ISBN: 9783958188242

Seiten: 400

Klappentext:

Blair hat alles verloren. Die Anerkennung ihrer Eltern. Ihren Ruf als erstzunehmende Künstlerin. Und ihren Bruder. Seit einem Jahr  torkelt sie von Party zu Party, um sich mit Alkohol und fremden Männern zu betäuben. Dass sie dabei eine Spur von Skandalen hinterlässt, berührt sie nichts im Geringsten. Bis ihre Eltern ihr den Geldhahn zudrehen. Sie ist dazu gezwungen, die nächsten Monate an der britischen Küste zu verbringen, um dort im Familienstrandhaus an einer neuen Bildreihe zu arbeiten. Mit wem sie allerdings nicht im stürmischen St Ives gerechnet hat? Mit Connor Rutherford, dem besten Freund ihres verstorbenen Bruders. Connor, der seit Jahren in einer Beziehung mit ihrer früheren Freundin Elle Hastings ist. Connor, den sie nicht ausstehen kann, weil er ihr schon damals das Herz gebrochen hat, ohne sie ein einziges Mal berührt zu haben …

Themen: brother’s best friend, forced proximity, Trauer, Verlust, Body- und Slutshaming

Rezension:

Gabriella Santos de Lima ist und bleibt eine meiner liebsten Autorinnen, weil sie mit ihren Worten jedes Mal mitten ins Herz trifft. Sie umschreibt malerisch-poetisch, sodass ich ihre Bücher immer innerhalb kürzester Zeit verschlinge.

Band 1 der „Blue Enternity“-Dilogie hat mich letztes Jahr zutiefst bewegt, getroffen und schlichtweg auseinander genommen. Band 2 hat nochmal den Finger in die Wunde gedrückt, bis mein Herz geblutet hat und erst dann Stück für Stück heilen lassen. Zu viel fühlen ist bei der Reihe vorprogrammiert, denn es tut weh, weil es so schrecklich realistisch und relatable beschrieben ist, sodass man sich viel zu gut in die Charaktere versetzen kann.

Erzählt wird aus den Perspektiven von Blair und Connor, deren Schmerz so schmerzlich nachvollziehbar und greifbar dargestellt wird. Besonders mit Blair habe ich sehr gelitten, von Connor hätte ich mir etwas mehr Einblicke gewünscht. Blairs Entwicklung war holprig mit einigen Hürden und ich habe bis zum Schluss zu ihrem Happy End mitgefiebert, das sie so sehr verdient hat.

Ich kann von der „Blue Eternity“-Dilogie nur schwärmen, sie ist schrecklich schmerzhaft, schrecklich echt, aber auch schrecklich schön.