Kuang, R. F.: Katabasis
Eine anspruchsvolle Höllenfahrt.
9/6/2025


4,5/5 ⭐
ISBN: 9783847902164
Seiten: 656
Klappentext:
Katabasis, Substantiv, Altgriechisch: Die Geschichte eines Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.
Alice Law hat ihr ganzes Leben lang nur ein Ziel verfolgt: die Beste auf dem Feld der Analytischen Magie zu werden. In Cambridge, als Doktorandin des weltberühmten Professors Jacob Grimes, scheint ihr Traum endlich in Erfüllung zu gehen. Zumindest, bis Grimes bei einem Unfall stirbt, an dem Alice möglicherweise nicht ganz unschuldig ist. Kurzerhand beschließt sie, ihrem Professor in die Hölle zu folgen. Dumm nur, dass ihr Erzrivale Peter Murdoch dieselbe Idee hat.
Mit den Berichten von Orpheus, Dante und T. S. Eliot im Gepäck brechen die beiden auf, um die Seele ihres Mentors zu retten - welchen Preis sie dafür auch zahlen mögen. Doch die Hölle ist nicht so, wie erwartet, und Magie nicht die Antwort auf alles. Denn Alice und Peter verbindet etwas, das sie entweder zu perfekten Verbündeten macht oder für ihren Untergang verantwortlich sein wird.
Themen: dark academia, Philosophie, Linguistik, Logik, Mathematik, chronische Erkrankung, Sexismus, Feminismus
Rezension:
„Katabasis“ hat auf verschiedene Arten einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
R. F. Kuangs Schreibstil fand ich in „Yellowface“ schon sehr angenehm, ich komme bei ihr in einen richtigen Lesesog. Das Worldbuilding und allgemein das Fachwissen, das in das Buch hineingeflossen ist, sind unfassbar beeindruckend, auch wenn mir von den vielen philosophischen, logischen und mathemathischen Überlegungen manchmal der Kopf geraucht hat.
Für mich war es eine anspruchsvolle Lektüre, die eine Menge Konzentration erfordert hat, um folgen zu können. Es passiert unfassbar viel, sodass die Handlung etwas überladen erscheinen mag, mich hat es aber gut unterhalten.
Die Figuren sind auch sehr detailreich charakterisiert, was sie für mich nahbarer macht. Die Dynamik zwischen Alice und Peter ist unterhaltsam und ich mochte ihre Entwicklungen. Am Ende ging es mir dann etwas zu flott und gefühlt von 0 auf 100, das habe ich nicht ganz nachvollziehen können.
Letztlich ist „Katabasis“ allerdings wieder eine absolute Leseempfehlung, alleine schon wegen der beeindruckenden Recherchearbeit, die R. F. Kuang in dieses Buch gesteckt hat.
© 2025. All rights reserved.
Informationen
Lust auf mehr buchigen Content?
