Huang, Ana: Kind of Greed
Romance mit Action, die irgendwie nicht ganz dazu passt.
2/12/2025


3/5 ⭐
ISBN: 978-3-7363-2231-8
Seiten: 432
Klappentext:
Einflussreich, brillant und erfolgreich - der Geschäftsmann Dominic Davenport hat sich seinen Weg von ganz unten an die Spitze der Wall Street hart erkämpft. Er hat alles: ein schönes Zuhause, mehr Geld, als er jemals ausgeben kann, und ist mit Alessandra Ferreira, der Liebe seines Lebens, verheiratet. Aber trotz all seiner Erfolge brennt der Ehrgeiz noch immer heiß in ihm. Ohne Unterlass arbeitet er, um seinen Reichtum weiter zu vermehren - und stößt dabei die Frau, für die er schon genug war, als er noch nichts besaß, von sich. Erst als sie ihn verlassen will, erkennt er, dass das Leben aus mehr besteht als Geld und Macht. Doch kann er ihr Herz zurückerobern?
Themen: billionaire romance, marriage in crisis, second chance
Rezension:
Ana Huangs Schreibstil ist sehr angenehm. Er ist nicht komplex, dafür bildlich und teilweise mit wirklich schönen Metaphern. Besonders schön fand ich die kleinen Details, z.B. dass Charaktere aus der Twisted Reihe Cameos haben. Nur die spicy Szenen waren mir manchmal etwas too much, da ich (deutschen) Dirty Talk immer etwas unangenehm finde.
Die Charaktere haben mir oft Kopfschmerzen bereitet. Dom ist Workaholic durch und durch und vergisst dabei seine Frau. Erst als sie ihn verlässt, wird ihm bewusst, was er eigentlich verloren hat. Die Erkenntnis kam meiner Meinung nach etwas zu spät (bereits in den ersten beiden Teilen hat er Alessandra kaum beachtet, weshalb ich ihm von Anfang an skeptisch gegenübergetreten bin). Doch er legt sich wirklich ins Zeug und ist bemüht darum, Alessandra zurückzugewinnen. Diese wiederum blockt ihn andauernd ab, was mich irgendwann sehr frustriert hat. Sie hat wieder und wieder betont, dass sie ihn noch immer liebt, weigert sich dann aber, ihm zumindest eine Chance zu geben. Nach 11 Jahren Beziehung müsste man meinen, dass die beiden wie zwei Erwachsene miteinander reden können, aber das war meist nicht der Fall.
Die Rückblicke in die glückliche Zeit ihrer Beziehung haben gezeigt, wie herzlich und absolut liebevoll die beiden früher miteinander waren, was es wiederum umso schmerzlicher gemacht hat, dass sie diesen Umgang verloren haben und wieder finden müssen.
Was für mich das Leseerlebnis etwas gestört hat, war der Actionteil, der irgendwie nichts zur Handlung beigetragen hat und auch so schnell gekommen und vorüber war, dass ich ihn gar nicht richtig verarbeiten konnte.
Obwohl ich mit der Action und den Kommunikationsschwierigkeiten etwas angeeckt bin, hab ich doch mitgefiebert, ob Dominic und Alessandra endlich die Kurve kriegen. Es war für mich eine neue Ausgangssituation, dass die Protas in einem Romance Buch nicht erst zueinander finden, sondern ihre Beziehung kitten müssen. An sich eine sehr interessante Prämisse, die Umsetzung hat mich nur nicht ganz von Hocker gehauen, wobei es trotzdem ein lesenwertes Buch ist.
© 2025. All rights reserved.
Informationen
Lust auf mehr buchigen Content?
