Hewlett, Rosie: Medea
Ein wichtiges Retelling, wie Medea zu dem vermeintlichen Monster wurde, als das die Männer in ihren Leben sie dargestellt haben.
12/12/2025


5/5 ⭐
ISBN: 9783365011690
Seiten: 496
Klappentext:
Gemieden. Verfolgt. Gequält.
Medea sehnt sich nach einem anderen Leben. Seit ihrer Kindheit ist sie von ihrer Schwester getrennt, von ihrer Mutter gemieden und von ihrem Bruder und Vater verfolgt und gequält worden. Und das alles wegen eines einzigartigen und gefährlichen Talents: der Hexerei.
Unerbittlich. Mächtig. Magisch.
Doch als ein tollkühner junger Held, Jason, auftaucht, um das berühmte Goldene Vlies einzufordern, das ihr Vater so vehement beschützt, sieht Medea ihre Chance zur Flucht. Ihr Angebot, Jason bei der Überwindung der von ihrem Vater auferlegten Prüfungen zu helfen, setzt eine Reise in Gang, die jedes Quäntchen ihrer Stärke, Magie und Loyalität auf die Probe stellen wird; eine Reise, auf der sie gegen Monster kämpfen, Könige entthronen und sich verlieben wird.
Aber als sie mit dem ultimativen Verrat konfrontiert wird, wird Medea zu einer Verzweiflungstat getrieben, die so brutal ist, dass sie das Leben aller Beteiligten zerreißt...
Themen: griechische Mythologie, Retelling, Patriarchat, Manipulation, Macht, Magie
Rezension:
In meiner Schulzeit war ich ein großer Fan von griechischer Mythologie und obwohl ich mich schon lange nicht mehr mit der Thematik beschäftig habe, ist mir die Figur Medea im Gedächtnis geblieben.
„Medea“ von Rosie Hewlett war damit automatisch ganz oben auf meiner Leseliste und ist auch ein must read, wie ich finde. Die titelgebende Heldin begeht schreckliche Taten, doch wie es überhaupt so weit kommen konnte, wird in diesem Retelling beschrieben.
Die Handlung ist sehr gut greifbar, besonders spannend ist es, wie die unterschiedlichen Mythen in einen Kontext gesetzt werden und verschiedenste Helden auftreten.
Rosie Hewlett schreibt packend und direkt über Medeas grausame Verbrechen und die Grausamkeiten, die sie dazu getrieben haben. Erzählt wird (abgesehen vom letzten Kapitel) aus Medeas Perspektive, was ihren Werdegang nahbarer, aber auch schmerzlicher macht. Ich war oft wütend beim Lesen. Auf die Männer in Medeas Leben und auf die Apathie ihrer Mutter. Und oft war ich traurig, gerade als es auf das Ende zulief. Zum Schluss saß ich dann in einem Scherbenhaufen, weil mein Herz für Medea gebrochen ist.
© 2025. All rights reserved.
Informationen
Lust auf mehr buchigen Content?
