Fallwickl, Mareike: Die Wut, die bleibt
Eine wirklich wichtige Lektüre, öffnet Augen und regt zum Nachdenken und Hinterfragen an.
12/19/2025


4,5/5 ⭐
ISBN: 9783499009129
Seiten: 384
Klappentext:
Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.
Helenes beste Freundin Sarah, die Helene ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die älteste Tochter von Helene, sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.
Themen: Gesellschaftskritik, Patriarchat, Feminismus, Körperbild, Mutterschaft, Trauer, Wut, Verlust, Selbstverteidigung, Selbstjustiz, Gewalt
Rezension:
Bei Mareike Fallwickl muss ich mich zwar immer auf eine (inhaltlich) schwere Lektüre einstellen, trotzdem sind ihre Bücher jedes Mal bereichernd.
Ihr Schreibstil ist direkt, tut weh, beschönigt nichts. Sie zeigt auf, was in unserer Gesellschaft schief läuft und wo Änderungsbedarf ist. Die Handlung macht wütend, lässt Ernüchterung und auch Genugtuung verspüren. Auch wenn die Inhalte schwer sind, ist es sprachlich gut verständlich verpackt.
Erzählt wird aus den beiden Ich-Perspektiven von Lola und Sarah und ich konnte mich in beide hineinversetzen und hatte mit beiden in ein paar Punkten Unstimmigkeiten. Die Wege der zwei sind ein Auf und Ab der Gefühle, ich habe sie gerne dabei begleitet und hätte mir gewünscht, dass das Ende mehr preisgibt.
„Die Wut, die bleibt“ ist wichtig.
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