Clarke, Lucy: The Surf House

Ein atmosphärischer Thriller, bei dem besonders zum Ende hin der Nervenkitzel steigt.

4/13/2025

3,5/5 ⭐

ISBN: 9783423264242

Seiten: 432

Klappentext:

Mit einer Auszeit in Marokko will Bea ihr Leben neu sortieren. Doch nach einer gefährlichen Begegnung in den engen Gassen Marrakeschs sind Geld und Ausweis weg. Dass sie trotzdem einen Job ergattert, scheint wie ein Wink des Schicksals: Die Belegschaft eines Surfhotels an den endlosen, goldenen Sandstränden des Landes nimmt sie mit offenen Armen auf. Das Meer ist kristallklar, am Abend taucht die Sonne die roten Klippen in ein magisches Licht. Surfer und Yogis gehen ein und aus. Doch es dauert nicht lange, bis die Idylle Risse zeigt. Bea kommen Gerüchte über eine spurlos verschwundene Urlauberin zu Ohren. Dann spült die Brandung die Leiche eines Gastes an. Und Bea muss sich fragen, wem sie noch trauen kann …

Themen: vermeintliches Paradies, vermisste Person, Geheimnisse

Rezension:

Gleich zu Beginn überzeugt Lucy Clarke mit ihrem deskriptiven Schreibstil. Ich war direkt in der Handlung, konnte Beas Unbehagen spüren und habe mit ihr mitgefiebert. Später wird das marokkanische Paradies so schön beschrieben, dass ich direkt Fernweh bekommen habe.

Spannung war immer geboten, wobei sie zwischenzeitlich etwas stagniert hat. Gerade zum Schluss wird es durch die verschiedenen Perspektivwechsel nochmal richtig spannend. Es gab zwar keinen Plottwist, der mir die Kinnlade runterklappen ließ, aber die Wendungen haben sich gekonnt zusammengefügt und ein überraschendes Gesamtbild ergeben.

Bea ist eine junge Frau, die sich selbst verloren hat und im Surf House wieder zu sich findet. Die Entwicklung war schön zu beobachten und ich konnte mich gut in Bea hinein fühlen. Auch die anderen Charaktere waren auf ihre Art und Weise interessant. Sie waren alle so mysteriös, sodass jede:r letztlich verdächtig gewirkt hat.

Es war interessant, mit Bea zu rätseln, letztlich war das Ende dann aber doch etwas vorhersehbar.